FAQ
Alle Fragen rund um unseren Baumschutzlehm
Was ist Baumschutzlehm und wofür wird er verwendet?
Baumschutzlehm ist ein 100 % natürlicher Anstrich aus Reinheimer Lehm, der auf den Stamm von Obstbäumen und Gehölzen aufgetragen wird. Er schützt vor Frostrissen, Wildverbiss, Schnittwunden, Sonnenbrand und Pilzerkrankungen – ganz ohne Chemie. Liebig Baumschutzlehm wird seit Generationen erfolgreich im Obstbau, auf Streuobstwiesen und in privaten Gärten eingesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen der Nassmischung und der Trockenmischung?
Die Nassmischung ist bereits fertig angerührt und sofort einsatzbereit; einfach Eimer öffnen und auftragen. Die Trockenmischung wird mit Wasser zur gewünschten Konsistenz angerührt und eignet sich besonders, wenn du die Festigkeit selbst anpassen möchtest, z. B. für das Verspachteln tiefer Wunden oder Risse. Beide Varianten enthalten dieselben natürlichen Inhaltsstoffe: Reinheimer Lehm, Leinöl, Holzwolle und Holzasche.
Wie trage ich den Baumschutzlehm richtig auf?
Für den Stammschutz (Frostrisse, Wildverbiss): Den Lehm mit etwas Wasser auf streichfähige Konsistenz bringen und mit einer Quaste dünn, aber zweimal gleichmäßig auftragen – von den Wurzelausläufern bis mindestens mannshoch. Nicht bei Regen oder Frost auftragen. Trockene Rindenbereiche vorher leicht anfeuchten.
Wie ergiebig ist ein 1 Liter Eimer vs. 5 Liter Eimer
Ein 1 Liter Eimer reicht bei einem Stammanstrich für bis zu 3 Jungbäume.
Ein 5 Liter Eimer ist deutlich ergiebiger und versogt bis zu 15 Jungbäume.
Bei der Wundbehandlung ist der Verbrauch meist sehr individuell.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Baumschutzlehm-Anstrich?
Der optimale Zeitpunkt ist Herbst, bevor die ersten Fröste einsetzen – so ist der Baum den gesamten Winter über geschützt. Grundsätzlich kann der Anstrich aber ganzjährig erneuert werden, da Regen den Lehm mit der Zeit abwäscht. Nach dem Schnitt sollten Wunden so schnell wie möglich verschlossen werden.
Wie entstehen Frostrisse beim Baum und wie verhindert Lehm sie?
Frostrisse entstehen durch starke Temperaturschwankungen; besonders an sonnigen Wintertagen. Die Sonnenseite des Stammes erwärmt sich, dehnt sich aus und reißt auf, während die Schattenseite noch gefroren ist. Der Lehmanstrich reguliert die Temperatur am Stamm, verhindert das Aufheizen der Rinde und schützt so zuverlässig vor Spannungsrissen. Eingedrungene Pilze und Schädlinge finden durch den Lehm keinen Halt.
Sollte ich Baumwunden nach dem Schnitt verschließen?
Ja, aber mit dem richtigen Mittel. Herkömmliche synthetische Wundverschlussmittel können die Wundheilung verlangsamen, da Baumwunden am schnellsten trocken heilen. Lehm hat eine natürliche Dauerfeuchte von nur ca. 1 % (Holz hat 7 %) und entzieht der Wunde aktiv Feuchtigkeit, was das Risiko für Pilzbefall deutlich reduziert. Mit der Zeit wird der Lehm vom Regen abgewaschen und versorgt das Wurzelwerk mit wertvollen Mineralien. Liebig Baumschutzlehm ist daher die natürlichste und wirksamste Wahl nach dem Baumschnitt.
Was bringt das Jute Wickelband zusätzlich zum Lehm?
Das Jute-Wickelband ist die perfekte Ergänzung zum Baumschutzlehm, besonders für junge Obstbäume und Neupflanzungen. Es wird wie ein Verband spiralförmig um den Stamm gewickelt und isoliert die Rinde gegen extreme Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Für maximalen Schutz empfehlen wir, das aufgewickelte Juteband zusätzlich mit Baumschutzlehm zu bestreichen, so wirken beide Produkte gemeinsam als natürlicher Schutzschild gegen Frost, Schädlinge und Krankheiten.
Wie lange hält der Baumschutzlehm und muss er erneuert werden?
Der Lehm wird durch Regen mit der Zeit natürlich abgewaschen – das ist gewollt, denn dabei gelangen wertvolle Mineralien ins Wurzelwerk des Baumes. Wir empfehlen, den Anstrich mindestens einmal jährlich im Herbst zu erneuern, um den Baum optimal für den Winter zu schützen. Nach starken Regenfällen oder Schnittsaison kann eine Auffrischung sinnvoll sein. Ein 5-Liter-Eimer reicht für mehrere Bäume über eine gesamte Saison.
